Geschichte der Hörnle Schwebebahn

Historisches zum Nachlesen

Der Seilbahnbau am Hörnle

Die 1950er Jahre waren geprägt von Wirtschaftsaufschwung, verstärktem Konsum und der Förderung des Fremdenverkehrs in Bayern. Auch die Mitglieder der Gemeinde Bad Kohlgrub erkannten ihre Chance als Kurort und setzten verstärkt auf den Fremdenverkehr. Das Hörnle, der Hausberg von Bad Kohlgrub, wurde zunehmend zum Ziel von Wintersportlern aus dem Oberland, aus der Hauptstadt München und aus Augsburg. Doch auch viele Kurgäste, die nicht gut zu Fuß waren, wollten frische Luft und die Aussicht am Berg genießen. So entstand in Zusammenarbeit von Bürgern, Gemeinde und Fremdenverkehrsverein Bad Kohlgrub der Plan zum Seilbahnbau auf das Hörnle.

Aufstiegshilfe auf das Hörnle

Nach nur achtmonatiger Bauzeit wurde die 2.000 m lange Hörnle Schwebebahn am 1. April 1954 in Betrieb genommen. Die Hörnlebahn überwindet 500 m Höhenmeter und liefert mit einer stündlichen Kapazität von 400 Personen auf 100 Doppelsesseln bis heute eine angenehme Möglichkeit, sich den Aufstieg aufs Hörnle zu ersparen. Die tägliche Überprüfung, zwei Mal jährlich durchgeführte Revisionen und regelmäßige Bergungsübungen mit Bergwacht und Hubschrauberstaffel garantieren den besten Zustand der Schwebebahn und höchste Sicherheit.

Lifte, Pistenpflege & Hörnlehütte

Die Hörnle Schwebebahn allein konnte in den 1960er Jahren den Andrang der Wintersportler nicht mehr bewältigen. So wurden 1966 der Stockhang-Lift und 1973 der Tannenbankler-Lift errichtet. Moderne Technik machte auch vor der Pistenpflege nicht halt: Wurden die Abfahrten während der ersten Winter von Mitgliedern des Skiclubs und Schulklassen durch „Eintreten“ präpariert, so erledigt das seit 1968 eine Pistenraupe mit 250 PS und 4 m Breite. Diese ist oft schon während der Nachtstunden unterwegs, um die Abfahrtsstrecken für den nächsten Skitag vorzubereiten. Für das leibliche Wohl aller Gäste wird in der Hörnlehütte an der Bergstation gesorgt!